Ausbildungsmodul

Das Ausbildungsmodul ist auf eine Laufzeit von drei Jahren ausgerichtet und wird mit 18 Kreditpunkten (KP) abgeschlossen. Die Ausbildung besteht aus verschiedenen Elementen, zwischen denen eine gewisse Flexibilität besteht, so dass gewisse Leistungen durch andere kompensiert werden können. Deutsch als Standortsprache und Englisch als Wissenschaftssprache sind die beiden Hauptsprachen des Doktoratsprogramms.

Elemente des Ausbildungsmoduls

  1. Doktorandenkolloquien 

Zweimal jährlich finden Doktorandenkolloquien statt, in denen die Doktorierenden ihre Forschungsarbeit den Trägern/innen des Doktoratsprogramms und den Mitdoktorierenden präsentieren. Neben dem Üben der mündlichen Präsentation eigener wissenschaftlicher Arbeiten bietet das Kolloquium die Gelegenheit zur Besprechung der Dissertation sowie zu fachlichen Rückmeldungen. Der Austausch zwischen den Säulen des Programms ist ein erwünschter Effekt der Kolloquien. Jede/r Stipendiat/in sollte mindestens zweimal, jede/r Kollegiat/in mindestens einmal vortragen. Mit einem Vortrag werden 4 KP erworben. Die Teilnahme bei den Doktorandenkolloquien ist für alle Stipendiaten/innen und Kollegiaten/innen verpflichtend.

  1. Interne Doktorandentreffen

Viermal jährlich finden interne Doktorandentreffen statt, bei denen ein Austausch über Literatur und aktuelle Entwicklungen in den jeweiligen Forschungsgebieten ermöglicht wird. Zudem werden im Rahmen der Treffen Kenntnisse zu Formalien und Techniken des rechtswissenschaftlichen Arbeitens vertieft. Die Veranstaltungen dienen so der Vermittlung und Optimierung des organisatorischen, methodischen und technischen Know-hows zum Verfassen einer juristischen Dissertation und zu anderen Tätigkeitsbereichen der Doktorierenden. Als Themen angeboten werden z.B. die juristische Literaturrecherche oder Präsentationstechniken.
Die Betreuung erfolgt durch eine/n PostDoc oder durch fortgeschrittene Doktorierende. Für Stipendiaten/innen ist die Teilnahme an insgesamt sechs Treffen verpflichtend. Kollegiaten/innen müssen an mindestens vier internen Doktorandentreffen teilnehmen. Für die Teilnahme bei den Treffen werden insgesamt 2 KP erworben.

  1. Jährliche Konferenz des Doktoratsprogramms

Jährlich wird eine Konferenz zu einem der Forschungsgebiete des Doktoratsprogramms organisiert, zu der sowohl Keynote-Redner/innen als auch (interne oder externe) Doktorierende eingeladen werden. Die Konferenzen bieten die Möglichkeit, säulenspezifische Kompetenzen zu erwerben. Auch der in den jeweiligen Säulen erforderliche interdisziplinäre Austausch mit Experten/innen anderer Disziplinen (Robotics, Life Sciences für den technischen Wandel; Soziologie, Ethik, Theologie für den gesellschaftlichen Wandel; Ökonomik für den wirtschaftlichen Wandel) wird durch die Veranstaltung von Tagungen und Workshops erleichtert.
Die Teilnahme bei den Konferenzen ist für die Doktorierenden des Programms verpflichtend. Mit der Teilnahme als Vortragende/r und der Publikation des Beitrags können 6 KP erworben werden. Durch die Mitwirkung an der Tagungsorganisation kann je nach Aufwand eine entsprechende Anzahl KP erworben werden. 

  1. Lehrveranstaltungen des Doktoratsprogramms

Jährlich wird eine spezielle zweistündige Vorlesung in Form einer Vortragsreihe für die Doktorierenden angeboten. Hier steht die Vermittlung allgemein juristischer, jedoch säulenübergreifend erforderlicher Kompetenzen im Vordergrund. Insbesondere sollen inhaltliche Einführungen zu Rechtsphilosophie bzw. Ethik und Recht, Rechtsgeschichte, Methodenlehre, Rechtsvergleichung, Verfassungsrecht und Europarecht angeboten werden. Mit der Teilnahme können die entsprechenden KP erworben werden.

  1. Nutzung des zentralen Fortbildungsangebots und Teilnahme an Lehrveranstaltungen des Masterprogramms

Die Doktorierenden werden ermuntert, das zentrale Fortbildungsangebot zu nutzen, um insbesondere fachübergreifende Kompetenzen zu erwerben. Mit der Teilnahme an den Veranstaltungen des zentralen Fortbildungsangebots können die entsprechenden KP erworben werden.
Die individuelle Teilnahme an inner- und ausserfakultären Lehrveranstaltungen mit Bezug zur eigenen Dissertation gibt den Doktorierenden darüber hinaus die Möglichkeit, sich fachspezifische Kenntnisse im regulären universitären Lehrbetrieb anzueignen und ein umfassendes Verständnis für das entsprechende Themengebiet zu entwickeln.

  1. Zusätzliche Aktivitäten der Doktorierenden

Zusätzliche Aktivitäten der Doktorierenden, wie etwa der Aufenthalt an einer ausländischen Forschungsinstitution oder die Veranstaltung von und Teilnahme an Workshops, werden begrüsst und nach Absprache kompensiert. Durch die Mitwirkung an der Organisation eines Workshops kann je nach Aufwand eine entsprechende Anzahl KP erworben werden. Bei den zusätzlichen Aktivitäten wird besonders darauf geachtet, dass die Doktorierenden die für ihre jeweilige Säule erforderlichen Kenntnisse und Vernetzungen erwerben. Der interdisziplinäre Austausch wird dabei besonders gefördert.
Für den Auslandsaufenthalt während eines Semesters werden 6 KP angerechnet. Die Doktorierenden werden von der Teilnahme an den Pflichtveranstaltungen während des jeweiligen Zeitraums dispensiert.